aktualisiert2.11.2008












Gynäkologie: HIV

Der Begriff HIV steht für Human Immunodeficiency Virus.

Der Begriff HIV steht für Human Immunodeficiency Virus. Eine Infektion mit diesem Virus führt unbehandelt nach mehreren Jahren in der Regel zum Vollbild der Immunschwäche-Erkrankung AIDS mit wiederholten schweren Infektionen und unbeherrschbaren Tumorerkrankungen. In Deutschland gibt es zirka 50.000 HIV-Infizierte.

Auch wenn die Haupt-Risikogruppen weiterhin homosexuelle Männer und Drogenabhängige sind, so verbreitet sich HIV doch auch in der heterosexuellen Bevölkerung. Zwar ist das Risiko einer HIV-Übertragung beim einmaligen Sexualkontakt mit einer infizierten Person eher gering, andererseits reicht im ungünstigsten Fall ein einziger Kontakt aus.

Sie wollen sicher sein, dass Sie sich in der Vergangenheit nicht mit dem AIDS-Virus HIV angesteckt haben? Dann sollten Sie einen HIV-Test machen. Dies gilt allerdings nur, wenn Sie sich zuvor mit den Auswirkungen eines zwar in aller Regel unwahrscheinlichen, aber dennoch möglichen „positiven“ Testergebnisses befasst haben.

Das Testergebnis kann Ihnen zumeist innerhalb von 2 Tagen mitgeteilt werden. Wir machen dies aber nicht telefonisch. Sie müssen sich das Ergebnis persönlich in der Praxis abholen; wenn Sie dies wollen, auch ohne weiteres Gespräch und in einem verschlossenen Umschlag. Ein „negatives“ Testergebnis besagt, dass Sie sich mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit im Zeitraum bis 3 Monate vor dem Test nicht mit HIV angesteckt haben.

Da wir mit den modernsten Testverfahren arbeiten, gibt unser HIV-Test sogar bereits nach 4 Wochen eine relativ hohe Sicherheit. Wenn Sie also Gewissheit haben wollen, dass ein risikoreicher Kontakt nicht zu einer HIV-Infektion geführt hat, sollten Sie den HIV-Test frühestens 4 Wochen nach diesem Kontakt durchführen lassen und ihn für eine größtmögliche Sicherheit nach 3 Monaten wiederholen.

Da neu Infizierte mit dem Test übersehen werden können, gibt bei Personen mit häufig wechselnden Partnern auch ein aktuell negativer Test keine absolute Sicherheit hinsichtlich der von ihnen ausgehenden aktuellen Ansteckungsgefahr.

Wichtig ist es auch andere Erkrankungen nicht zu übersehen Die HIV-Infektion ist unter den sexuell übertragbaren Erkrankungen nur die „Spitze des Eisbergs“, also die gefährlichste und nach wie vor einzige dieser Erkrankungen, die nicht heilbar ist, auch wenn heute gute Arzneimittel zur Verfügung stehen, um den Krankheitsfortschritt aufzuhalten.

Wenn es Ihnen um umfassende Sicherheit auch für Ihren Sexualpartner geht, sollten Sie den erweiterten Test auf die wichtigsten sexuell übertragbaren Krankheiten durchführen. Denn auch eine Übertragung von z.B. Hepatitis B oder Syphilis ist möglich. Wir beraten Sie hierzu gerne ausführlich.

Wenn Sie keine Symptome haben, die auf eine Erkrankung durch HIV hindeuten, wird der Test nicht von Ihrer Krankenkasse übernommen. Er ist dann eine Individuelle Gesundheitsleistung (IGeL), die Ihnen mit 21 Euro in Rechnung gestellt wird.