aktualisiert: 02.04.2013












Impfempfehlung gegen humane Papillomaviren

Die Ständige Impfkommission (STIKO) am Robert Koch-Institut empfiehlt zur Reduktion der Krankheitslast durch den Gebärmutterhalskrebs die Einführung einer generellen Impfung gegen humane Papillomaviren (Typen HPV 16, 18) für alle Mädchen im Alter von 12 bis 17 Jahren. Die Empfehlung und die Begründung sind im Epidemiologischen Bulletin 12/2007 vorab veröffentlicht, der reguläre Termin der Veröffentlichung der neuen STIKO-Empfehlungen im Juli 2007 bleibt bestehen. Die HPV-Impfung mit drei Dosen sollte vor dem ersten Geschlechtsverkehr abgeschlossen sein. Geimpfte Personen sind darauf hinzuweisen, dass die Impfung mit einem Impfstoff gegen humane Papillomaviren gegen die Typen 16 und 18 nicht gegen Infektionen mit anderen Typen schützt und dass deshalb die Früherkennungsmaßnahmen zum Gebärmutterhalskrebs unverändert in Anspruch genommen werden müssen. Die Impfung gegen HPV sollte auch als Gelegenheit genutzt werden, andere für Jugendliche von der STIKO empfohlene Impfungen zu vervollständigen.

STIKO-Empfehlung im Epidemiologischen Bulletin 12/2007
Humane Papillomaviren-Seiten des Robert Koch-Instituts

Stand: 26.03.2007


HPV-Impfung

Der HPV-Vierfachimpstoff Gardasil ®, der Gebärmutterhalskrebs verhindern kann, hat die europäische Zulassung erhalten (Information des Herstellers auf englisch). Um vor Gebärmutterhalskrebs und weiteren Erkrankungen, die durch humane Papillomaviren (HPV) verursacht werden, zu schützen, richtet sich der HPV-Vierfachimpstoff gegen die vier Virustypen 6, 11, 16 und 18, die zusammen genommen den größten Teil der genitalen HPV-Erkrankungen ausmachen.

Trotz Vorsorge bleibt in Europa Gebärmutterhalskrebs nach Brustkrebs die zweithäufigste krebsbedingte Todesursache junger Frauen im Alter von 15 bis 44 Jahren. Jedes Jahr wird bei rund 33.500 Frauen Gebärmutterhalskrebs diagnostiziert, und 15.000 Frauen sterben an dieser Erkrankung (das sind 40 Frauen täglich bzw. fast zwei pro Stunde). Bei hunderttausenden Frauen werden zervikale, vulväre oder vaginale Präkanzerosen diagnostiziert. Genitalwarzen stellen in Europa ein ständig wachsendes Problem dar

Die AOK, DAK, Techniker Krankenkasse und weitere Krankenkassen erstatten ab Dezember 2006, als die Kosten für eine Schutzimpfung
zur Vorbeugung einer HPV-Infektion, bzw. von Gebärmutterhalskrebs (Zervixkarzinom) für
weibliche Versicherte ab dem Alter von elf Jahren bis zur Vollendung des 18. Lebensjahres.


Abgerechnet werden können die Kosten der Schutzimpfung über die Versichertenkarte jedoch erst dann, wenn die regionalen Impfvereinbarungen dies vorsehen. Bis dahin erstatten o.g. Krankenkassen die Kosten für die ärztliche Impfleistung und den Impfstoff in voller Höhe. Versicherte können daher die vom Arzt ausgestellte Privatrechnung und das Rezept über den Impfstoff bei ihrer Geschäftsstelle einreichen.




Weiterführender Link:

http://de.wikipedia.org/wiki/Humanes_Papilloma-Virus